News


«Hybrides-Social-Multiscreen-Search-on-Demand-Video-App-Linear-Plattform-Fernsehen» – der Titel des Media Future Day 2012 wurde zum Programm. Acht renommierte Experten brachten Licht in den komplexen Dschungel aus immer neuen digitalen Produkten und Dienstleistungen, Services und Plattformen. Wie verändert sich das Fernsehen, welche Möglichkeiten birgt Hybrid TV, die Verschmelzung mit dem Internet? Stichwort: Semantic Web Tag: Wie kommt der Nutzer im Daten-Overkill zum Inhalt, der ihn interessiert? Wie Smartphones und Tablets den TV-Konsum zum «Ecosystem of Screens» verändern, zeigte der Interactionsdesigner Christophe Stoll. Er ist überzeugt: Leicht und individuell zu bedienende Devices werden immer wichtiger. «Lernen Sie vom Nutzer!»

Klar ist aber auch: Was den Medienkonsum revolutioniert, mündet in neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten und hat auch Einfluss auf das Ecosystem und die Mediengesetzgebung. Ei-nen inspirierenden Blick in die mediale Zukunft 2020 warf Media Futurist Gerd Leonhard. Die totale Konvergenz, der massive Trend zu mobilen, sozialen und interaktiven Inhalten, das radikale Verschieben der Werbebudgets zu den digitalen Medien und neue Interfaces: Das bringt neue Möglichkeiten, aber auch dramatische Veränderungen.

Einer der Höhepunkte: der 17-jährige Jungunternehmer Philipp Riederle, der regelmässig die Podcast-Charts bei Apple iTunes anführt. Mit professionellem Selbstbewusstsein und jugendlicher Direktheit erklärt der Gymnasiast den «alten Hasen» unverblümt, wie Social Media geht und warum klassische Medien und Werbegeschrei die Jugend nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken können. «Meine Generation schaltet den Fernseher nicht mehr ein um abzuschalten, sondern wir suchen uns ganz genau raus, was wir sehen wollen.» Fazit des wegweisenden Tages: Gute Inhalte, leichte Bedienung und wenig Hürden – so lässt sich mit vermeintlichen Gratis-Webinhalten Geld verdienen. 26.01.2012

Media Future Day 2012